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Annabells kurzes Leben

In Berlin wurde ein kleines zartes Mädchen geboren. Als die Eltern ihr kleines Mädchen erblickten, wurde ihnen so traurig ums Herz. Denn das Kind hatte viele Prellungen im Gesicht. Die dazu noch blau anliefen. Die Ärzte sowie die Hebamme und die Krankenschwestern beruhigten die Eltern damit, dass dies eine Folge der schweren Geburt sei. Das kleine Mädchen sah so winzig aus, das man mühe hatte es überhaupt im Bettchen sehen zu können. Wie soll denn ihr Kindchen heißen, fragten die Schwestern, die Mutter eines Tages. Annabell, sagte die Frau im Wochenbett. Oh, das ist ja wirklich ein hübscher Name, sagte die Schwester. Die Mutter sah die Schwester fragend an, ihr Blick sah sehr besorgt aus. Wird mein Kind sich normal entwickeln, fragte sie beunruhigt die Schwester? Na sicher, wird ihr Kind sich normal entwickeln! Wie kommen sie jetzt darauf, fragte die Schwester? Mein Gefühl sagt es mir! Das irgendetwas mit meinem Kind nicht stimmt! Was, konkret meinen sie? Woran machen sie das fest? Wollte die Schwester wissen. Es schläft nur, es trink fast nichts und die Augen bleiben fast immer geschlossen. Die Schwester sah in das Säuglingsgesicht und sah, was die Mutter meinte. Sie müssen sich wirklich nicht beunruhigen, das ist ganz normal so, denn die Geburt ist auch für das Kind sehr anstrengend gewesen. Die Mutter ließ sich nicht von ihren Beobachtungen abbringen. Sicherlich, ist eine Geburt für das Kind genauso anstrengend, wie für die Mutter und werdenden Vater. Jedoch ist das Ereignis schon fast eine Woche her und unser Kind hat sich noch nicht von den Strapazien erholt. Bitte seien sie mit ihrem Kind nicht so ungeduldig, es muss sich doch auch erst an die Welt hier Draußen herantasten. Die Schwester verließ das Wochenbettzimmer und fühlte sich innerlich so schwer ums Herz, weil sie dieser Frau nicht die Wahrheit über den Gesundheitszustand derer Tochter gesagt hatte. Sie hörte plötzlich ihren Namen rufen. Betty, komm ganz schnell, das Baby von Frau Klein röchelt nur noch! Frau klein hielt ihr Kind im Arm und die Tränen liefen ihr über das Gesicht. Mein Kind atmet so komisch! Die Schwester nahm ihr das Kind ab und rannte damit zum Ärztezimmer. Der Diensthabende Arzt saß am Schreibtisch und schrieb gerade einen Bericht. Stefan, sieh dir das bitte an! Er drehte sich um und sah das Kind an. dann sprach er erstickt, es atmet nicht mehr! Er nahm der Schwester das Kind aus dem Arm und beatmete es sogleich mit seinem Mund und massierte zu gleich mit seiner rechten Hand, die linke Brust des Kindes. Was muss getan werden, rief die Schwester dem Arzt zu. Bring mir eine Beatmungsmaske und Bereite schon einmal die Gerätschaften vor damit später keine Konplikationen entstehen können. Das kleine Mädchen wurde an vielen Schläuchen und Apparaten geschlossen. Was ist mit meinem Kindlos, fragte die Frau hinter der Schwester erregt? Der Arzt sah die Mutter wehleidig an, wir wissen es nicht! Wir müssen es jetzt streng beobachten, dann wissen wir mehr, was mit ihrem Kind los ist. Die Frau fing sofort zu weinen an. Ich habe es doch gleich geahnt, das etwas mit meinem Kind nicht stimmt. Sie weinte so herzzerreissend, dass der Arzt auf sie zutrat und sie liebevoll am Arm fasste und dabei sprach er samft auf sie ein, Liebe Frau Klein, ihr Kind hat eine Störung! Was für eine Störung denn, fragte sie zitternd. Wir wissen es noch nicht so recht, gab er ihr zu verstehen. Daher haben wir sie und ihre Tochter noch ein wenig länger hier im Krankenhaus behalten, damit wir ihre Tochter besser beobachten können, um heraus zu finden, was ihr fehlt. Nun wollte sich die Frau nicht mehr beruhigen lassen, sie schrie voller Verzweiflung laut los. Wo ist mein Mann? Wollte sie wissen? Er ist in der Cafeteria um sich einen Kaffee zu holen, meinte die Schwester. Mein Baby, wird sterben. Mein kleines Baby. Warum hat man mich nicht darauf vorbereitet, wollte sie nun wissen? Ihr Mann hatte uns darum gebeten, ihnen nichts zu sagen. Da sie und auch er schon seit vielen Jahren vergeblich auf ein Kind gehofft haben. Ja, gab die Frau zu, aber nun stehe ich hier vor einem Kind, was sterben wird. Sie stand da vor dem Bett ihres kleinen Kindes und sang ihm ein Lied vor. In zwischen war der Mann geholt worden. Christin, sagte der Mann, komm lass uns in Dein Zimmer gehen du brauchst jetzt unbedingt Ruhe. Sie rührte sich nicht von der Stelle weg, sah unvermittelt auf das kleine Mädchen, was sie sich schon seit so vielen Jahren gewünscht hatte. Mein süßes Kind, was ist mit dir! Mein kleiner Schatz warum darfst du nicht Leben! Der Mann nahm seine Frau fest in seine Arme und wiegte sie hin und her. Christin, es heißt doch nicht gleich, das sie sterben muss! Sie sank in seine Arme und sagte dann mit ernster Stimme, doch sie wird den heutigen Tag nicht mehr überleben, das spüre ich genau! Christin, du bist ein wenig erschöpft, komm lass uns in dein Zimmer gehen und du wirst dich erst einmal ein wenig ausruhen. Nein, schrie sie aus vollem Leibe, ich rühre mich hier nicht von der Stelle weg. Mein Kind, braucht mich jetzt um so mehr. Christin trat ans Bettchen und nahm die kleine Hand ihrer Tochter. Annabell, auch wenn du mich noch nicht verstehst, du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben. Du bist für mich dass schönste Kind auf Erden und Ich werde immer an dich denken und hoffen, dass Du, wo du nun hingehen wirst, dein Frieden finden wirst! Bei diesen Worten, ertönte die Arlahmglocke, des Herzüberwachungsmonitors. Die Schwester und der Arzt kamen angelaufen und sahen, was auch die Eltern von Annabell sahen. Sie ist tot! Der Arzt befühlte, den kleinen Körper des Mädchens und sah die Eltern entsetzt an. Ja, ihr Kind ist tot. Christin, lass uns gehen du musst dich von ihr lösen! Christin trat wiederum an dass Bett ihrer leblosen Tochter, drückte sie noch ein letztes mal fest an ihre Brust und liess den Tränen ihren Lauf. Auf wieder sehen mein Schatz! Herr Klein trat zu seiner Frau ans Bett und nahm beide sehr fest in seine Arme.

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