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Der grüne Koffer

Mitten in der Nacht schrecke ich aus dem Schlaf, weil ich einen fürchterlichen Gedanken habe! Mein geliebter grüner Koffer ist verschwunden. Diese Vorstellung erzeugt in mir totales Unbehagen! So dass ich Schweißgebadet aus dem Schlaf erwache und nachsehen will ob es wahrhaftig so ist!
Ich taste mich im Dunkeln durchs Schlafzimmer um nicht meinen Mann zu wecken, denn er würde mich für verrückt halten und mich aus "tiefster Seele auslachen". Um mich dieser peinlichen Situation nicht auszusetzen, krabbele ich auf allen vieren durchs Zimmer. Es ist so dunkel in unserem Schlafzimmer, dass ich ständig irgendwo anecke. So das ich bald an vielen Stellen meines Körpers blaue Flecken davon trug. Im Kopf kreist mir immer nur dieser eine Gedanke: "Der Koffer ist weg!" Da ich so in diesem Gedanken verstrickt bin, bemerke ich auch nicht, das mich ein großer Schatten verfolgt.
Meine Hände tasten sich unermütlich durch das Zimmer, bis sie plötzlich an einen unerwarteten Gegenstand stoßen. Ich fahre sofort hoch und muß mich bemühen nicht laut los zu schreien, da ich so etwas noch nie in unserem Zimmer gefühlt habe.
Mein erstickter Schrei bringt mich zum husten und ich faß mir dabei hektisch über meine Brust, weil ich keine Luft mehr bekomme. In den Schläfen hämmert es immer noch unerträglich, das ich überhaupt nicht mehr mitbekomme, was um mich herum geschieht.
Meine Füße verhaken sich in meinem Nachthemd und ich falle beinahe wie ein Stein zu Boden. Als mich plötzlich zwei kräftige Hände an den Schultern packen und hochziehen. Ich verspüre nur noch diesen einen Wunsch mich von diesen Händen los zu reißen, was mir nicht gelingen will. Ich trete mit dem linken Bein nach hinten aus und wundere mich dann, dass dort überhaupt kein Wiederstand zu spüren ist!
Nun bekomme ich es mit der Angst zu tun und schreie mir die Seele aus dem Hals! Jetzt vernehme ich noch ein sehr tiefes Lachen, das mir gewahr wird. Mein Mann hat mich die ganze Zeit über aus dem Bett beobachtet! Ich reiße mich los und möchte so schnell wie möglich diesen so peinlichen Raum verlassen, da bekommt er mich noch am Gürtel meines Nachthemdes zu fassen und zieht mich zu sich heran!
Ich wehre mich unerbittlich und stürze über meinen so geliebten Koffer, das ich kopfüber in den noch geöffnetten Kleiderschrank sause!
Ich muß so laut geschrien haben, das mich eine Stimme aus diesem so verheerenden Traum schüttelt! Bis ich erfasse, das es die selbe Stimme ist, wie in meinen Traum, schlage ich Wuterfüllt die Augen auf und blicke meinen Mann mit groß aufgerissenen Augen an. Er öffnet seinen Mund und möchte wissen, was mich dazu so bewegt hat, mich so zu gebärden? Ich schaue ihn mit unverständlichen Blicken an und schüttel nur mit dem Kopf!

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