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CIP Europa-Kita Theo Tintenklecks

2013 feierte die Kita Theo Tintenklecks ihr 25jähriges Jubiläum. Durch mein Wirken als Botschafterin für die Kampagne „Aktion Augenlicht“ wurde ich von Herrn Helias und der City–Stiftung Berlin dazu herzlich eingeladen daran teilzunehmen. In diesem Rahmen lernte ich auch den Kitaleiter Herr Wirgenings kennen. Ich bot ihm damals an, daß ich auch gern einmal in die Kita kommen würde um den Kindern etwas aus einem Braillekinderbuch vor zu lesen.
Am 10. November 2014 war es nun so weit. Er lud mich herzlich zu sich in die Kita ein. Ich nahm die Einladung sehr gerne an und fuhr gemeinsam mit meinem Mann dorthin.

Wir wurden dort schon von den Kindern erwartet. Die Erzieher hatten bereits schon Stühle für den Morgenkreis aufgestellt.
Herr Helias war auch extra dafür angereist gekommen. Gemeinsam mit den Kitakindern, Erziehern, Herr Helias und meiner Wenigkeit nahmen wir dann im Stuhlkreis platz.
Herr Wirgenings wünschte uns allen einen angenehmen Morgen. Dann sangen die Kinder noch ein Lied. Ich hatte inzwischen mein mit gebrachtes Braillekinderbuch ausgepackt und vor mir auf meinen Schoss abgelegt.
Herr Wirgenings fragte die Kinder warum ich heute zu ihnen in die Kindertagesstätte gekommen bin? Viele Kinder meinten, weil sie uns was vorliest, aus einem Buch, wo sie die Schrift dann mit ihren Fingern lesen könne, da Sie nichts sieht. Dabei erfuhr ich, das sie sich im Vorfeld auf meinen Besuch mit den Erziehern vorbereitet hatten.
Dadurch wussten sie auch, das ich um mich draußen zurecht zu finden einen Stock zur Hilfe benötige. Das es aber auch dafür Blindenführhunde gibt.
Ferner erfuhr ich, das sie das blind gehen mit einem Stock auch ausprobiert hatten.
Ich war total baff, wie gut die Kinder und ihre Erzieher sich mit dem Thema „blind“ auseinander gesetzt hatten.
Nun war ich an der Reihe. Ich hatte das Buch: „Blind sein“ mitgebracht. Darin geht es um ein kleines Mädchen, das auch blind ist und beschreibt, wie ihr Alltag so aussieht.
Das gefiel den Kindern gut. Nach meiner Lesung holte ich noch aus meinem Rucksack die mitgebrachten Hilfsmittel hervor, die ich selbst in meinem Alltag benötige. Diese wurden dann auf einen kleinen Tisch gelegt, sodass sich die Kinder diese noch in Ruhe ansehen konnten.

Herr Wirgenings lud mich dann noch ein, mir die Fühlwand im Kitaflurbereich anzusehen, die sie kürzlich an den wänden angebracht hatten. Im Moment behandeln sie ganz aktuell das Thema: „die Sinne“. Daher hat es wunderbar gepasst, das ich zu ihnen in die Kita komme, meinte Herr Wirgenings.
Sie hatten sich für die Fühlwand so einiges einfallen lassen z. b. Stöcke, Steine, die sie bei ihren Ausflügen gemeinsam gesammelt hatten und Durchgeschnittene Tennisbälle und kleine und große Holzperlen auf Holzplatten befestigt. Ein Fühlelement war an dem Tag das absolute Highlight bei ihren jüngsten Kitakind. An einer Holzleiste wurden die unterschiedlichsten Stoffreste mit einem Knoten im Stoff an der Leiste befestigt. Der kleine 2jährige beschäftigte sich mit den Stoffresten ganz intensiv indem er diese mit seinen Händen und Gesicht berührte. Schade, das er noch nicht sprechen konnte, so hätte man ihn befragen können was er dabei empfinde. Nach seinem Ausdruck zu urteilen, meinte Herr Wirgenings recht gut.
Er erzählte mir auch, das sie auch schon einige Fühlübungen mit den Füßen gemacht hätten. In Schüsseln wurde z. b. Wasser oder Sand gegeben und die Kinder durften dann mit ihren nackten Füßen dort hineingehen. Das gefiel den Kinder sehr. Das glaube ich gerne, dass das den Kindern gefallen hat.

Herr Wirgenings lud Herrn Helias, meinen Mann und mich noch zu einer gemütlichen Tasse Kaffee ein. Ja dann war es nun soweit das Herr Wirgenings uns noch einen wunderbaren tag wünschte und sich bei mir bedankte für meinen netten Besuch.
Wir verblieben so, daß ich gerne wieder mal zu ihnen in die Kita kommen könne um vor zu lesen.
Ja sagte ich, das werde ich gern wieder tun, denn mir hat der Tag hier in der Kita auch sehr gefallen.

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